Hallo liebe Feenfreunde,
ich bin Amanda, neun Jahre alt und als einziges Menschenmädchen gehe ich auf ein Feeninternat. Glaubt ihr nicht? Könnt ihr aber! Nachdem meine beste Freundin Emma mit ihren Eltern nach Neuseeland gezogen ist, war ich schrecklich einsam in unserem Internat.
Hier in der Feenwelt habe ich Nelly, Mia und Kimi kennen- und lieben gelernt. Meine Freunde sind mir das Allerwichtigste und wenn ihnen Unrecht geschieht, kann ich zu einer wilden Löwin werden! Dabei bin ich ganz und gar nicht auf den Mund gefallen und ausgesprochen hilfsbereit.
Aber pssst – verratet mich und die Feenwelt nicht! Nicht einmal meine Eltern wissen davon. Die sind übrigens auch alles andere als „normal“: meine Mama ist eine berühmte Fotografin und fährt ständig durch die Weltgeschichte und mein Papa ist ein total erfolgloser Erfinder: Was er erfindet, gibt es meist schon – oder es ist völlig sinnlos.
Nelly ist meine beste Freundin hier in der Feenwelt. Von ihr habe ich das Amulett, mit dem ich in die Feenwelt gelange. Nelly ist etwas ganz Besonderes, weil sie halb Elfe und halb Fee ist. Ihren Elfenvater kennt sie leider nicht. Deshalb wünscht sie sich nichts Sehnlicher, als ihm eines Tages zu begegnen.
Nelly ist lustig und für jeden Spaß zu haben. Sie kann unglaublich toll malen und singt gerne aus Leibeskräften. Nur eines fällt ihr schwer: sich die verflixt schwierigen Zauberrezepte zu merken. Da sind Probleme mit den Lehrern vorprogrammiert.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Wunderschönste im Feenland? Mia.
Sie hat bezauberndes langes blondes Haar und legt großen Wert auf ihr Aussehen. Die Feenjungen tun alles für die Schönheit – sie streiten sich regelrecht darum, wer zum Beispiel ihre schweren Koffer tragen darf.
Mia ist das lebende Beispiel dafür, dass man gut aussehen und trotzdem etwas in der Birne haben kann, denn die Schule schafft sie mit Links.
Kimi ist ruhig und eher unauffällig. Aber wie sagt man? Stille Wasser sind tief!
Kimi liebt Mantarochen – ihr wisst schon, diese riesigen platten Fische, die durchs Meer gleiten. Verrückt, oder? Aber sie mag auch sonst alle möglichen Tiere und Pflanzen sind bei ihr in den besten Händen.
Sie ist sehr liebenswert und herzensgut. Und bei schönem Schmuck bekommt sie glitzernde Augen, denn viele der Edelsteine sind bekannt für ihre magischen Kräfte.
Emma ist meine beste Freundin in der Menschenwelt. Wir teilten uns ein Zimmer im Internat, bis sie mit ihren Eltern nach Neuseeland zog.
Emma ist eine wahre Frohnatur – lebhaft und aktiv: Wenn ich morgens aufwachte, sprang sie schon vor meinem Bett auf und ab. Aus ihren Kopfhörern dröhnten die neuesten Hits und es blieb mir nichts anderes übrig, als mitzutanzen – im Nachthemd.
Obwohl sie mich im Unterricht viel ablenkte, war ich noch nie so gut in der Schule. Sie konnte wunderbar schaurige Gruselgeschichten erzählen. Aber wenn es in der Nacht draußen auf dem Flur mal knackte, kroch sie oft zu mir ins Bett.
Kurz gesagt: Sie passt zu mir wie die Faust aufs Auge und wahre Freundschaft übersteht auch 24.000 Kilometer.